Auch SWB erhöht die Preise

20.11.2012 09:16

Strom und Gas werden teurer

Auch SWB erhöht die Preise

Der Bremer Energieversorger SWB erhöht die Preise. Zum 1. Januar 2013 wird Strom um gut 13 Prozent teurer. Die Gaspreise steigen in Bremen um 3,7 Prozent. Vor zwei Tagen hatte bereits der Oldenburger Energieriese EWE mit dem Verweis auf die drastisch gestiegenen Abgaben angekündigt, den Strompreis zum Jahreswechsel um knapp 15 Prozent anzuheben.

Teil des Schriftzugs "SWB Kundencenter" am Wall in Bremen, davor Preisetiketten mit dem Betrag 1,97 Euro [Quelle: Radio Bremen, Marcus Behrens]

SWB erhöht die Preise um knapp 13 Prozent.

Laut SWB muss ein Bremer Durchschnittshaushalt künftig allein für Strom 75 Euro jährlich mehr ausgeben. Hauptverantwortlicher für die bevorstehende Preisrunde ist nach Angaben des Energieversorgers die Bundesregierung. So belasten allein die gestiegenen Abgaben zur Förderung der erneuerbaren Energien sowie höhere Durchleitungsgebühren den durchschnittlichen Stromkunden mit Mehrkosten von 56 Euro jährlich.

"Lasten der Energiewende werden auf den Verbraucher abgewälzt"

Wegen der angekündigten drastischen Preissteigerungen hat die Bremer Verbraucherzentrale kritisiert, dass die Lasten der Energiewende einseitig auf die Verbraucher abgewälzt würden. Der Bund erlässt nämlich ausgerechnet Unternehmen mit besonders hohem Stromverbrauch die Abgaben für die Energiewende. Die Verbraucherzentrale empfiehlt den Stromkunden, künftig mehr Energie zu sparen. Wer zu einem günstigeren Stromanbieter wechseln will, sollte allerdings nicht nur auf den Preis achten, sondern auch die Vertragsbedingungen genauestens prüfen, sagen die Verbraucherschützer.

DIW bezweifelt Klagen der Stromversorger

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung kritisiert die aktuellen Strompreiserhöhung durch die Energieversorger. Diese nutzen die Gunst der Stunde, um ihre Preise anzuziehen, sagte Claudia Kemfert im Radio-Bremen-Interview. Die Ökostrom-Umlage und die steigenden Netzentgelte allein können nicht der Grund für die Preissteigerungen sein, so Kemfert. Vielmehr sei der Einkaufspreis an den Börsen sogar deutlich gesunken – zuletzt um 1 Cent pro Kilowattstunde. Doch diese preismindernden Faktoren würden nicht an die Verbraucher weiter gegeben.

Quelle: Radio Bremen.de

https://www.radiobremen.de/nachrichten/wirtschaftsteigendestrompreise100.html