Neues Milliardendefizit in EEG-Kasse erwartet

15.03.2013 11:33

Neues Milliardendefizit in EEG-Kasse erwartet

· Der Netzbetreiber 50 Hertz hält einen Anstieg der EEG-Umlage auf 6 Cent je Kilowattstunde für möglich. Grund für die Zusatzkosten seien sinkende Preise an der Strombörse.

© dapd Ein Strompreiszähler: Jede Umdrehung könnte bald teurer werden

Erst am Jahresbeginn war die Umlage zur Finanzierung der erneuerbaren Energien um 50 Prozent gestiegen - unter anderem deshalb, weil das 2012 aufgelaufene Defizit der „Förderkasse“ von 2,7 Milliarden Euro ausgeglichen werden musste. Trotzdem reicht die Umlage wohl auch in diesem Jahr nicht aus. Es dürfte abermals ein Fehlbetrag auflaufen von bis zu 2,5 Milliarden Euro, sagte der Vorstandschef des Netzbetreibers 50 Hertz, Boris Schucht, am Mittwoch. Damit müsste die EEG-Umlage von 5,28 auf etwa 6 Cent je Kilowattstunde (kWh) im nächsten Jahr steigen, ein Plus von rund 14 Prozent. Einen Haushalt, der 3500 kWh verbraucht, würde das 25 Euro im Jahr zusätzlich kosten.

Damit hat erstmals ein Netzmanager konkrete Zahlen genannt, nachdem Umweltminister Peter Altmaier (CDU) kürzlich im Gespräch mit dieser Zeitung vor steigenden Kosten gewarnt hatte. Altmaier will die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auf dem heute erreichten Niveau einfrieren. Um das zu erreichen, sollen Stromerzeuger weniger gefördert werden und Ausnahmen für Verbraucher gestrichen werden.

Quelle: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/energiepolitik/energiewende-neues-milliardendefizit-in-eeg-kasse-erwartet-12113325.html